11. Mai 2017 – Olga Benner
Heute ist ein guter Tag! Denn ich habe spontan Lust, noch einen zweiten Blogartikel zu schreiben.

Weil Maike Kranaster und viele andere danach gefragt haben, schreibe ich über mein Erlebnis „Buch lesen“ von mymuesli Gründern.

Das Problem bei guten Büchern ist, dass diese nicht für lange reichen!

An zwei Abenden bin ich in die Geschichte der Gründung und Entwicklung des Unternehmens mymuesli eingetaucht. Sogar Sport musste dafür ausfallen! Ähm ja 🤣🤣🤣

Der Müslimix von mymuesli ist schon längere Zeit morgens mein Begleiter für den Start in den Tag, die Geschichte hinter dem Müsli kannte ich noch nicht.

Mega spannend, locker geschrieben, einfache und moderne Buchaufmachung.

Machen! – lautet die Devise in diesem Buch von den drei Gründern.

Besonders beim ersten Kapitel von Max musste ich herzlich lachen!

Von vielen verrückten und gescheiterten Ideen, über die Einrichtung der ersten Website, Gestaltung der Verpackung, Abwicklung von Bestellungen, Einführung eines ERP Systems, Anschaffung erster Maschinen, Expansion ins Ausland, Eröffnung und Schließung neuer Stores, Beziehung zu den Mitarbeitern und zwischen den Gründern, wird man hautnah auf eine spannende Reise mitgenommen und schließt das Unternehmenskonzept und die Stadt Passau in sein Herz.

Am meisten interessierte mich die Frage, wie man es vor 10 Jahren schaffen konnte, ohne Facebook (Facebook war damals noch nicht so groß und mächtig) und ohne großes Marketingbudget sein Business aufzubauen? Diese Frage wird in dem Buch sehr ausführlich beantwortet. Es muss kein teurer Werbespot fürs TV sein, es muss keine teure Agentur sein, aber der Wille muss da sein! Heute spielt Facebook übrigens eine große Rolle im Marketing-Mix des Unternehmens.

Auch ich halte aus heutiger Sicht wenig von externen Agenturleistungen für das operative Tagesgeschäft beim Thema Marketing und Kommunikation und bin der Meinung, dass die Unternehmen ihr Marketing und ihre Kommunikation selbst in die Hand nehmen müssen, um erfolgreich und flexibel genug sein zu können. Deshalb habe ich mich komplett davon distanziert, diese Leistungen als externe Agentur anbieten zu wollen. Diese Entscheidung wurde mir in diesem Buch bestätigt!

Noch heute findet man auf der Website von mymuesli die allerersten Blogartikel:

👉 Basteln

👉 Dosenentwurf

👉 Online, erste Verkäufe

Die Geschichte von mymuesli zeigt, dass der Drang etwas aufbauen zu wollen, enge Bindung zu Kunden und den interessierten Mitmenschen, Transparenz, Mut zur Lücke, belohnt werden. Gerade diese Eigenschaften machen aus meiner Sicht die Magie der jungen Lieblingsmarken aus.

In meinen Seminaren erlebe ich täglich, dass kreative und strebende Menschen den Mut zum „einfach machen!“ verlernt haben. Im BWL Studium lernt man das Denken und Organisieren in Kästchen. Viele erwarten Checklisten, Leitfäden und den Messias, der ihnen den Weg zum Erfolg genau aufzeigt.

Schon wenige Jahre im Arbeitsverhältnis bei der „Old Economy“ hemmen für lange Zeit!

Das „einfach machen“ fühlt sich im Land der Versicherungen und Absicherungen unnormal und unprofessionell an. Professionell ist jedoch genau das, was die Menschen gern annehmen und über deine Marke und Unternehmen gern hören. Mit etwas Bauchgefühl sind die meisten von uns in der Lage, genau das herauszufinden. Nur wer verlässt sich heute noch auf sein Bauchgefühl, außer den ganz jungen Gründern?

Viel lieber verbringen wir die Zeit mit der Suche nach empirischen Beweisen und planen den garantierten Erfolg 👉 Zeitverschwendung in vielen Fällen! Der Erfolg lässt sich nur halb so gut planen, wie machen.

Warte nicht auf den Moment, bis du alles perfekt kannst, starte! Jetzt! Lass deine Mitmenschen an deinem Projekt teilhaben – ein Blog ist die perfekte Möglichkeit dafür! Noch ein wichtiges Learning aus diesem Buch.

Das Streben nach der Perfektion steht vielen von uns – auch mir !!! – ständig im Weg. Dabei finden wir jedoch gerade das „nicht Perfekte“ so spannend und interessant, weil authentisch. Es wird nie immer alles glatt laufen, nie! Pack es an!

Möchtest du selbst nicht anpacken, dann unterstütze die Macher und hör auf, sie „heimlich“ zu verurteilen oder auf deren Untergang zu warten. Am Ende der Geschichte wird bei den Machern mindestens das Me(e)hr an Erfahrung sein – garantiert!

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